Dieses
Schattenspiel von Otto Kraemer, der in Fachkreisen wohlbekannt
und hoch geschätzt war, wurde zum ersten Mal vor 60 Jahren, also
kurz vor Weihnachten 1951, aufgeführt und lag später in Kisten im
Museum in Bad Kreuznach. Die mehr als 80 unterschiedlichen Figuren
wurden damals von Otto Kraemer aus Sperrholz ausgeschnitten. Sie
sind einzigartig, überaus filigran gestaltet und mit einer komplizierten,
ausgeklügelten Technik versehen. Man kann nur staunen, wie beweglich
und phantasievoll die Figuren sind!
In
diesem exquisiten Schattenspiel wird die Weihnachtsgeschichte
im Spannungsfeld zwischen den Vertretern des Himmels (8 unterschiedliche
Engel), dem Erdenvolk (Hirten und Könige) und dem Teufel (Herodes)
dargestellt. Und weil die Grausamkeit des gewissenlosen Tyrannen
Herodes und sein brutales Vorgehen zwar nicht gezeigt,
aber
im Spiel sehr klar herausgearbeitet werden, mutet das Theaterstück
fast wie ein „Weihnachtskrimi“ an. Herodes hatte zwar keine
Angst vor Menschen – die lässt er einfach umbringen –, aber Ahnungen
und Träume treiben ihn zum Äußersten – zu dem Befehl, Kinder zu
morden.
Nur weil sich Himmel und Menschen zusammenschließen, kann das heilige Kind helfen, dem Tod, der Macht und der Gier zu trotzen:
„. . . Erhellet
ist die dunkle Nacht.
Das dunkle Graun darnieder war,
hat keinen Sieg und keine Macht.“
Über das Schattenspiel sagte Otto Kraemer in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts: „Es wäre schade gewesen, wenn man das Licht nicht angezündet hätte!“ – Wir finden das auch!
Daten:
Erstaufführung: Weihnachten 1951
Figuren und ursprünglicher Text: Otto Kraemer (* 1900,
† 1986 in Karlsruhe)
Figurenrestaurierung: Barbara Scheel, Reinhard Kraemer,
Wera Mündörfer
2 fehlende Figuren ergänzt: Reinhard Kraemer
Textbearbeitung, Figuren- und Lichtregie: Barbara
Scheel
Musik-Kompositionen und Tonband: Uli Führe
Sprecher und Sprecherinnen: Heide Gehbauer, Reinhard Kraemer,
Amelie Mündörfer, Henrik Mündörfer, Wera Mündörfer, Barbara
Scheel, Raik Singer
Spielerinnen: Wera Mündörfer, Barbara Scheel
Lichttechnik: Felicitas Ziebell
Die Figuren wurden als Leihgabe vom Museum PUK, Bad Kreuznach, mit Genehmigung von Reinhard Kraemer, zur Verfügung gestellt. Die beiden Spielerinnen bedanken sich herzlich für diese Chance!
ACHTUNG!
Diese Aufführungen finden wegen der Raumhöhe
NICHT im BABUSCHKA-Theater,
sondern im mittleren Gebäude des Skulpturengartens*,
Hotschenbergstr
1, 75031 Eppingen, statt.
Nur 25 Plätze! Vorbestellung unbedingt notwendig!
(Mail: babuschka-theater@web.de , Fon: 07262-7963 – auch Anrufbeantworter)
* Hinweis:
Der Weg zum Skulpturengarten: Von der Stadtbahn aus sind es 10 Gehminuten in Richtung Waldstadion, links in die Wiesenstr. einbiegen bis zur deren Verlängerung Hotschenbergstr.
Wenn Sie mit dem Auto kommen, parken Sie bitte in der Langenberg- und Hotschenbergstraße und folgen dann den Schildern „Theater“!
